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Partizipative Entwicklung und Evaluation eines multimodalen Konzeptes zur Gewaltprävention in stationären Pflegeeinrichtungen (PEKo)


Hintergrund

Gewalt gegenüber älteren Menschen wird von der WHO als einmalige bzw. wiederholte Handlung aber auch Unterlassung gebotener Handlungen definiert, die bei den betroffenen Personen zu Schaden oder Leid führen können. Unterschiedliche Wahrnehmung von Gewalt und die Tabuisierung des Themas lassen auf eine Dunkelziffer in der Berichterstattung von Gewaltereignissen schließen. Die Förderung von Gewaltprävention in Pflegeeinrichtungen ist einer der Schwerpunkte der Präventionsleistungen der Pflegekassen. Dabei sollen unter der Beteiligung der pflegebedürftigen Personen und der Einrichtungen Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation entwickelt und umgesetzt werden.

Ziel: Ziel des Projektes PEKo ist die Entwicklung eines nachhaltigen Gewaltpräventionskonzeptes in den teilnehmenden Einrichtungen. Leitende Grundprinzipien sind Transparenz und Partizipation, systematisches Vorgehen und nachhaltige Einbindung in die Einrichtungsstrukturen.

Intervention

  • Auftaktveranstaltungen in den teilnehmenden Einrichtungen
  • Festlegen eines/einer PEKo-Beauftragten pro teilnehmende Einrichtung
  • Bildung eines einrichtungsinternen PEKo-Teams
  • Bildung eines einrichtungsübergreifenden PEKo-Zirkels
  • Strukturierte Befragung von Mitarbeitenden als Baseline-, Zwischen- und Abschlusserhebung 
  • Durchführen monatlicher PEKo-Treffen in den Einrichtungen
  • Durchführen quartalsweiser, einrichtungsübergreifender PEKo-Zirkel 
  • Entwickeln, Evaluieren und Anpassen von einrichtungsspezifischen Interventionen und Handlungsleitlinien 
  • Entwickeln einer Kultur des lösungsorientierten Bearbeitens von berichteten Gewaltereignissen in den Einrichtungen 
  • Entwickeln und Anwenden eines einrichtungsspezifischen Schulungskonzeptes
  • Beratungsangebot der Projektmitarbeiter/innen für die PEKo-Beauftragten und die PEKo-Teams

Evaluation

Datenquellen der wissenschaftlichen Evaluation sind:

  • Daten aus den standardisierten Befragungen zu den Zeitpunkten T0, T1 und T2
  • Dokumentationen von Gewaltereignissen
  • Beobachtungs- bzw. Erinnerungsprotokolle der PEKo-Treffen und PEKo-Zirkel
  • Daten aus strukturierten Befragungen zur Lebensqualität von Bewohner/innen
  • Fokusgruppeninterviews mit Bewohnern (alternativ Bewohnervertreter/innen), Angehörigen und Mitarbeitenden zur Gewaltkultur in den Einrichtungen 
  • Fokusgruppeninterviews zur Prozessevaluation mit den PEKo-Beauftragten, Mitarbeitenden in den PEKo-Teams und leitenden Mitarbeitenden 

Das Projekt findet in Kooperation mit 40 Einrichtungen der stationären Altenpflege in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein statt.

Quelle: Projektbeschreibung der forschenden Einrichtung  
Health Professionals
Gewalt
Stationäre Pflegeeinrichtung
Fokusgruppen
Prävalenz
Interventionsstudie
Mixed Methods Forschungsdesign
Konzeptentwicklung
Pflegebedürftige Personen
Handlungsempfehlung/Leitfaden
Prävention
Prozessbewertung
Altenpflege / Altenhilfe
Interprofessionelle/-disziplinäre Zusammenarbeit
Projektzeitraum Oktober 2018 - September 2020
Universität zu Lübeck
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie (Leitende Einrichtung)
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft
Hochschule Fulda
Fachbereich Pflege und Gesundheit
Projekt-ID 1357