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PURFAM - Potenziale und Risiken in der familialen Pflege alter Menschen


Die Erkenntnis, dass die Betreuung chronisch kranker älterer Menschen für die Angehörigen potenziell mit erheblichen negativen psychischen, sozialen, materiellen und gesundheitlichen Konsequenzen verbunden ist, kann mittlerweile als gesichert gelten.
Ein weiteres mit der familialen Pflege verbundenes Risiko, das bislang nur selten untersucht wurde, ist die Misshandlung des Pflegebedürftigen durch den pflegenden Angehörigen. Zu gewalttätigen Handlungen in der Pflege zählen nicht nur körperliche und seelische Misshandlung, sondern auch Vernachlässigung, materielle Ausbeutung sowie die Einschränkung des freien Willens des Pflegebedürftigen.

Maßnahmen, die sich gezielt auf die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Misshandlung in der familialen Pflege richten, sind in Deutschland bislang selten. Das Ziel des Projekts PURFAM ist die Optimierung des Praxishandelns mit Schwerpunkt auf Gewaltprävention durch Früherkennung und Ressourcenstärkung.

Unter Berücksichtigung internationaler Best-Practice-Ansätze wird eine Präventionsmaßnahme entwickelt, bundesweit in Praxiseinrichtungen der ambulanten Pflege implementiert und evaluiert.

Quelle: Projektbeschreibung der forschenden Einrichtung  
(Arbeits-)belastungen
Gewalt
Primärprävention
Evaluation
Konzeptentwicklung
Ältere Menschen (65 Jahre und älter)
Pflegebedürftige Personen
(Pflegende) Angehörige
Häusliche Versorgung/Wohnen Zuhause
Ambulanter Pflegedienst
Implementierung
Chronische Erkrankung
Familiale Pflege
Datenerhebung, national
Projektzeitraum Dezember 2009 - März 2013
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Institut für Soziale Gesundheit (ISG)
Universität zu Köln
Rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie
Projekt-ID 300